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Thermenstadt im Naturpark Altmühltal

Treuchtlingen 2030

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

die künftige Entwicklung unserer Stadt ist ein Thema, das uns alle angeht. Globale Trends und Veränderungen, Krisen und Umbrüche dominieren die Medien und führen nicht selten zu tiefgreifenden Verunsicherungen. Nach stetigem Wachstum in den letzten Jahrzehnten ist nun eine neue Phase der Stagnation oder sogar rückläufigen Entwicklung bei Bevölkerung und Wirtschaft eingetreten.

Der demografische Wandel im Sinne des viel zitierten „weniger“, „älter“ und „bunter“ wird wesentlich das Zusammenleben in den Städten und Gemeinden verändern. Das bedeutet Auswirkungen auf viele verschiedene Lebensbereiche, wie z. B. auf die Infrastrukturausstattung, die Nahversorgungssituation, die Nachfrage nach Wohnraum, das Arbeitskräftepotenzial, das Freizeitverhalten und auch auf das soziale Gefüge. Während die Anforderungen an die durch die Kommunen bereitzustellenden Qualitäten im Wettbewerb um Einwohner und Unternehmen steigen, sinken demgegenüber die Mittel der kommunalen Haushalte.

Der Strukturwandel und die aktuelle demografische Entwicklung kennzeichnen auch die Situation Treuchtlingens. Eine Stadtentwicklung ohne signifikantes Bevölkerungswachstum wird die planerische Herausforderung der Zukunft sein. Dies eröffnet aber auch neue Perspektiven und Chancen. Nicht Quantität, sondern Qualität ist das Motto für die Zukunft. Neben den ökonomischen Standortfaktoren gewinnen immer mehr Kriterien wie Bildung, Umweltqualität und deren nachhaltige Entwicklung, kulturelle Attraktivität und die Innovationsfähigkeit sowie das kreative Potenzial der Bürgerschaft an Bedeutung.

Treuchtlingen hat hervorragende Perspektiven und kann zuversichtlich in die Zukunft blicken, wenn die Chancen und Potenziale unserer Stadt offensiv genutzt werden. Dies stellt sich aber nicht von selbst ein. Die Stadtentwicklung ist auf das Mitwirken der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Die Aufgabe der Attraktivitätssteigerung eines Ortes liegt nicht nur bei den Verantwortlichen in den kommunalen Räten und Verwaltungen, sondern genauso bei der Gastronomie, Hotellerie, dem örtlichen Einzelhandel und anderen Wirtschaftszweigen sowie auch bei den Eigentümern der Immobilien. Alle zusammen sorgen für das Aussehen und Auftreten Treuchtlingens und bilden damit das Image unserer Stadt. Nur durch das Mitwirken aller innerstädtischen Akteure wird ein positives Gesamtbild entstehen, von dem auch alle wiederum profitieren können.

Die Stadt Treuchtlingen hat sich aus diesen Gründen dazu entschlossen, ihre Zukunftsfähigkeit und ihren Willen zur strategischen Steuerung der Stadtentwicklungspolitik auf der Grundlage einer Gesamtschau, dem Stadtentwicklungskonzept „Treuchtlingen 2030“ zu sichern. Das Konzept ist das Ergebnis eines über zwei Jahre andauernden und umfassenden Erarbeitungsprozesses, bei dem alle Mitwirkenden der Stadtentwicklungsplanung - und hierzu zählen neben den politischen Parteien auch ein Großteil der Vereine, Institutionen und viele engagierte Bürger - eingebunden werden konnten. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals sehr herzlich bei allen Beteiligten für ihr Engagement bedanken.

Das Stadtentwicklungskonzept legt als informelles Planungsinstrument einen roten Faden an die Entwicklung Treuchtlingens. Es definiert Handlungsfelder, leitet daraus Maßnahmen ab und setzt zielgerichtete Prioritäten. Dabei stehen öffentliche Investitionen im Vordergrund, die Impulse für anschließendes privates Engagement setzen.

Stadtentwicklung ist ein immer fortlaufender Prozess und offen für neue Ideen. Die Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes und die Umsetzung seiner Visionen können nur zum Erfolg führen, wenn sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Prozess einbringen. Ich möchte Sie herzlich einladen, sich an der Weiterentwicklung Treuchtlingens zu beteiligen - und mit der Lektüre der folgenden Seiten aufzubrechen auf die Reise in die Zukunft unserer Stadt - ganz nach dem Motto von Erich Fromm:

„Wenn das Leben keine Vision hat,
nach der man strebt,
nach der man sich verzehrt,
die man verwirklichen möchte,
dann gibt es auch kein Motiv,
sich anzustrengen.“

Ihr

Werner Baum
Erster Bürgermeister

Bausteine und Fahrplan

             Kennziffernanalyse                            Februar und März 2010

             Auftaktveranstaltung                         20. April 2010

             Zukunftskonferenz 1                          11./12. Juni 2010

             Zukunftskonferenz 2                          22./23. Oktober 2011

             Markt der Ideen                                  5. April 2011

             Expertenrunden                                  September und Oktober 2011

             Stadtratsklausur                                 11./12. November 2011